Geschrieben in LiteraTick am 26. August 2006 Kommentar »
Ich weeß nich, mir isses so gomisch,
Und ärchendwas macht mich verstimmt.
S’is meechlich, das is anadomisch,
Wie das ähm beim Mänschen oft gimmt.
De Älwe, di blätschert so friedlich,
Ä Fischgahn gommt aus dr Tschechei.
Drin sitzt ‘ne Familche gemiedlich,
Nu sinse schon an dr Bastei.
Un ohm uffm Bärche, nu gugge,
da gämmt sich a Freilein ihrn Zobb.
Se schtriechelt glatt hibsch mit [...]
Geschrieben in LiteraTick am 15. Mai 2006 0 Kommentare »
“Der Mann an sich hat ja nur een Herz aber zwee Eier, da isser innerlich schon überstimmt.”
(aus “Nichts Schöneres” von Oliver Bukowski)
Geschrieben in LiteraTick am 3. Mai 2006 0 Kommentare »
“.. nichts mehr sagen -
nicht fragen – nicht wissen -
augen zu.
Horch in dein Kissen:
es atmet wie du.”
(aus: Schlummerlied, J. Ringelnatz)
Geschrieben in LiteraTick am 1. März 2006 0 Kommentare »
Ein männlicher Briefmark
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!
(Joachim Ringelnatz)
Geschrieben in LiteraTick am 21. Februar 2006 0 Kommentare »
Wenn man das zierlichste Näschen
Von seiner liebsten Braut
Durch ein Vergrößerungsgläschen
Näher beschaut,
Dann zeigen sich haarige Berge,
Daß einem graut.
Im Park
Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise – [...]
Geschrieben in LiteraTick am 16. Februar 2006 2 Kommentare »
Es lebt eine Gräfin in schwedischem Land,
die war ja so schön und so bleich.
Herr Förster, Herr Förster!
Mein Strumpfband ist los, es ist los, es ist los.
Förster, knie nieder und bind es mir gleich!
Frau Gräfin, Frau Gräfin,
Seht so mich nicht an,
ich diene euch ja für mein Brot,
eure Brüste sind weiß,
doch das Handbeil ist kalt, es ist [...]
Geschrieben in LiteraTick am 27. Januar 2006 3 Kommentare »
Das nenn ich doch mal Aufklärung:
Tic Tac Toe – Leck mich am A, B, Zeh
ich glaub ich dreh am rad ich hab die ganze scheiße satt
ich treff nen Typ total der hammer nen süßer Po son richtig strammer
ich denk mir klasse alles drum alles dran und wir fang zu quatschen an
labern locker [...]
Geschrieben in LiteraTick am 16. Dezember 2005 Kommentar »
Zwischen deine Schulterblätter
Passt ein Messer und ein Kuss.
Zwischen uns liegt dieser Morgen,
wie ein dunkler, breiter Fluss.
Aufgespalten mit der Zunge,
hab ich gestern deinen Mut.
Und du bist bei mir geblieben,
viel zu lange Stund im Stund.
(viel zu lange Stund um Stund)
Nur wer feige ist,
tötet Liebe durch das Wort allein.
Für das Messer braucht es Helden,
und ich kann nicht feige [...]
Geschrieben in LiteraTick am 29. November 2005 0 Kommentare »
Foto: Chromasia
The roof, the roof, the roof is on fire,
The roof, the roof, the roof is on fire,
The roof, the roof, the roof is on fire,
We don’t need no water let the motherfucker burn,
Burn motherfucker burn.
(…, Bloodhoundgang “Fire water burn”)
Geschrieben in LiteraTick am 16. November 2005 Kommentar »
Mein Vater ist besoffen,
meine Mutter voll wie nie.
ich sitze auf dem Lokus
und kratz mir’n Grind vom Knie.
Ich sitz auf meinem Lokus,
und niemand kann herein.
Ich spiele: sie sind nüchtern
und ich bin wieder klein.
Der Krach ist nur im Fernsehn,
‘n Krimi odern Krieg.
Ich sitz auf meinem Lokus.
Maikäfer flieg.
(Günter Saalmann)